Die Bertelsmann Stiftung favorisiert kein bestimmtes Geschäftsmodell, wer die Initiative zur Vorbereitung und Gestaltung von Marktplätzen übernehmen sollte. Dies können viele gesellschaftliche Akteure sein: Sowohl Wohlfahrtsverbände als auch einzelne Vereine, Mittlerorganisationen wie Freiwilligenagenturen und Bürgerstiftungen, aber auch Handelskammern, Unternehmen, Serviceclubs (Rotarier etc.) und andere Akteure aus der Wirtschaftswelt sind berufen.
Unerläßlich für den Erfolg eines Marktplatzes ist es allerdings, dass diese Initiative von Anfang an durch eine verbindliche Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren aus Wirtschaft und Gemeinwohlorganisationen geprägt ist. Diese Notwendigkeit hat ihre Ursache in zwei elementaren Erfahrungen des Projektmanagements von „guten Geschäften“:
- Nur eine zwei- oder dreisektorale Zusammenarbeit in einer festen Projektgruppe gewährleistet die Berücksichtung der jeweiligen besonderen Interessen, die auf einem Marktplatz zusammen kommen.
- Die Gewinnung von Marktplatzteilnehmern hat dann am meisten Erfolg, wenn man sie persönlich anspricht. Eine Ansprache gelingt am besten aus der eigenen sozialen Umwelt heraus. Deswegen: Unternehmer werben Unternehmen und Gemeinnützige werben Gemeinnützige.
Im weiteren Verlauf der Organisation gewährleisten folgende Faktoren den Fortschritt des Vorhabens
- Botschafter: Wichtige Multiplikatoren aus dem lokalen Umfeld werben im Vorlauf zum eigentlichen Ereignis mit ihrem Renommee für die Veranstaltung.
- Infoveranstaltungen: Die Projektgruppe informiert bei verschiedenen Gelegenheiten Interessierte aus Wirtschaft, Kommunen und Vereinen.
- Workshops: Potenziell interessierte Unternehmen und Gemeinwohlorganisationen nehmen an Workshops teil, in denen sie auf die wesentlichen Erfolgsfaktoren für eine gelingende Anbahnung von Kooperationen aufmerksam gemacht werden.



